Amazon Echo Dot – Die smarte Zukunft?

Seitdem der Dot für 60 € und auch sein großer Bruder Amazon Echo für 180 € angekündigt wurden, sind diese beiden neuartigen Produkte in aller Munde. Und das durchaus zu Recht, denn beide bieten bisher einzigartige Möglichkeiten, sein Zuhause in ein Smart Home zu verwandeln. Bisher kam man nur per Einladung auf Amazon an diese neue Technologie. Jetzt sind die beiden endlich ganz normal im Handel erhältlich.

Echo, Echo Dot? Wo liegt der Unterschied?

Bevor ich euch die Möglichkeiten jedoch vorstelle, nur noch mal für diejenigen, denen der Unterschied zwischen Amazon Echo und Echo Dot noch nicht ganz klar ist: Im Grunde können beide Geräte das Selbe, allerdings ist beim Echo noch ein hochwertigerer Lautsprecher verbaut, was ihn größer, schwerer und auch teurer macht. Klanglich ist er zwar auch wesentlich besser als der Dot, allerdings kann man beim Dot stattdessen ein externes Lautsprechersystem anschließen. Je nachdem, wie gut das klanglich ist, kann der Dot seine große Schwester dadurch sogar übertreffen. Außerdem kommt dazu, dass der große Echo diese Möglichkeit gar nicht erst bietet. Aus irgendeinem Grund hat Amazon die nötigen Anschlüsse nur beim Dot verbaut.

Jede Menge Funktionen und Spielereien

Da hat man so ein kleines, schickes Gerät zu Hause stehen und fragt sich: Was genau kann das Ding eigentlich alles? Zum einen bietet der Echo Dot alle Möglichkeiten, die die gängigen Smartphone KIs wie Siri oder Google Now auch beherrschen. Fragen wie: „Alexa, wie heißt die Hauptstadt von Island?“ sind kein Problem. („Die Hauptstadt von Island ist Reykjavik“)

Die Spracherkennung funktioniert ausgesprochen gut und stellt Siri und Google Now in den Schatten. Dennoch ist auch Alexa nicht fehlerfrei. Ab und zu habe ich mich gewundert, dass sie einfachste Fragen nicht beantworten kann. Doch hier kommt es manchmal einfach auf die Formulierung an und mit einer etwas anderen Fragestellung hat Alexa dann auf einmal doch eine Antwort parat.
Mit Informationen zum aktuellen Zeitgeschehen, also Fakten, die erst seit kurzem Gültigkeit haben, tut sich Alexa hin und wieder schwer. So antwortet sie auf die Frage, wer der aktuelle Kanzelerkandidat der SPD sei, mit: „Das weiß ich leider nicht“. Wenn man sie aber andersrum fragt, wer Martin Schulz sei, dann stellt sich heraus, dass das Wissen um seine neue Position durchaus vorhanden ist. Nur auf die genaue Fragestellung kommt es an.

Es gibt viele weitere Befehle, mit der man die nützlichen Funktionen des Echo Dots nutzen kann. So spielt Alexa uns auf Wunsch zuverlässig die Nachrichten des Tages ab oder weckt einen zu einer angegebenen Uhrzeit mit interessanten Fakten aus dem Schlaf.

Alexa ist lernfähig

Bei all diesen Dingen ist der Dot in der Lage, dazu zu lernen. Er merkt sich zu jeder Zeit, welche Anweisungen ihr ihm gegeben habt und kristallisiert daraus ein Muster, welche Ergebnisse ihr am wahrscheinlichsten braucht. So stellt sich Alexa im Laufe der Zeit auf eure individuellen Bedürfnisse ein. In der zugehörigen App könnt ihr euren Verlauf durchforsten und Ergebnisse, die nicht euren Wünschen entsprechen oder schlicht falsch verstanden wurden, korrigieren, so dass das Gerät noch schneller versteht, was ihr von ihm wollt.

Dadurch, dass Alexa ständig bereit ist, eure Anweisungen entgegen zu nehmen, muss sie allerdings auch jederzeit zuhören. Alexa aktiviert sich, anders als Siri oder Google Now, nicht erst auf ein Signal hin, sondern nimmt alle Geräusche im Raum wahr. Sobald sie ihren Namen hört, reagiert sie auch auf das gesagte. Was sonst gesprochen wird, tangiert sie nicht, doch die erkannten Konversationen werden dennoch gespeichert. Verständlich, wer sich dabei ein wenig unwohl fühlt. Amazon versichert zwar, dass diese gespeicherten Daten nicht missbraucht werden, jedoch ist Privatsphäre ein kostbares Gut und bei dem ein oder anderen intimen Gespräch kann man Alexa vorher einfach schnell ausschalten.

Kann Amazon Echo auch Smart Home?

Nun haben wir uns die gängigen Funktionen des Dots angeschaut, die man direkt nach dem Auspacken nutzen kann. Wie sieht es aber mit der Nutzung fürs eigene Smart Home aus?

Wie viel man bei sich zuhause umsetzen kann, hängt natürlich auch von den örtlichen Gegebenheiten ab und wie viel Geld man über den Echo Dot hinaus noch in die Hand nehmen will. Prinzipiell können alle „smarten“ Geräte mit Alexa verbunden werden, so dass sie per Sprachsteuerung verwaltet werden können. Da gibt von Heizung über Jalousien bis hin zur Alarmanlage vielfältige Möglichkeiten. Die benötigen aber meistens die aufwändige Verbauung von Elektronik und sind entsprechend teuer.

Für den kleinen Geldbeutel sind aber Dinge wie farbige LED-Glühlampen, die für ein Stimmungsvolles Ambiente auf Kommando sorgen, oder die Steuerung der Musik eine interessante Möglichkeit, sein Home etwas smarter zu machen und Alexa sinnvoll zu nutzen. So kann man ganz einfach smarte LEDs mit Alexa verbinden und Farbe und Helligkeit per Sprache regeln. Auch mobile Bluetooth-Lautsprecher oder Spotify können mit Alexa gepaart und so von überall im Raum kontrolliert werden.

Mein Fazit

Für nur 60 Euro ist der Echo Dot wirklich ein schönes Gerät, das durch die Kombination mit anderen Geräten mehr als nur ein Spielzeug ist. Es ermöglicht ein echtes Smart Home und das zu diesem Preis! Allerdings muss man natürlich auch beachten, dass Echo durch seine Sprachsteuerung bisher meist nur den Alltag erleichtert und keine völlig neuen Errungenschaften bringt. Mein Licht anschalten oder Musik starten könnte ich schließlich auch ohne den Dot problemlos. Ich müsste dafür eventuell aufstehen.
Trotzdem bleibt diese künstliche Intelligenz ein Vorreiter der kommenden Technologie, die ganz sicher weitere spannende Funktionen mitbringen wird. Und der Echo Dot ist ein spannender Vorgeschmack darauf, den sich eigentlich jeder leisten kann. In Amerika existieren bereits Neuerungen, die bei uns erst noch aktualisiert werden müssen, doch ich bin sicher, einige davon werden sich lohnen und den Echo und den Echo Dot noch alltagstauglicher machen.

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